Goodbye San Francisco

Es ist unser letzter Tag in San Francisco - wir haben schon etliche Kilometer auf der Uhr aber sind so verliebt in die Stadt, dass wir uns nochmal hineinstürzen. Zunächst steht ein wenig Schaufensterbummel auf dem Plan - wie immer nicht ohne das ein oder andere Geschäft mit einer Tüte zu verlassen. Das Wetter verspricht noch sonnig zu werden und daher begeben wir uns am Mittag auf die andere Seite der Golden Gate Bridge.

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Die Brücke liegt wunderbar im leichten Wolkennebel, dahinter verdeckt die Stadt. Ein schöner Blick - ein schönes Bild. Wir bleiben ein wenig sitzen, genießen die wärmenden Sonnenstrahlen. In meinem Kopf spielt Hotel California - ich bin so verliebt in die Stadt.

Vom Slacker Hill geht es über die Golden Gate zurück nach San Francisco. In relativer Nähe zur Golden Gate Bridge befindet sich der Golden Gate Park. Ähnlich dem Central Park in N.Y. ist auch dieser Park eine grüne Lunge für die Stadt. Im Japanischen Garten genießen wir eine Tasse grünen Tee und lassen uns von der toll angelegten Gartenanlage beeindrucken.

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Einen der Bilderbuch- und Must-see-Orte heben wir uns für den späten Nachmittag auf - Alamo Park, seine Painted Ladies und einen wunderbaren Blick auf die Skyline von Downtown. Es sind allerdings nicht nur die 6 Ladies, die gesamte Neighbourhood um den Alamo Park ist wunderschön und so entschließen wir uns auch gleich hier Abend zu essen.

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Einen Block entfernt befindet sich, direkt an der Divasadero Street, das 4505 Burgers & BBQ. Wie in 90% aller Restaurants in San Francisco, bekomme ich auch hier ein yummie vegetarisches Gericht. Rundum gesättigt zieht es uns schon langsam ins Hotel zurück. Eine Überraschung habe ich aber noch in petto Twin Peaks und ein finaler Blick im Sonnenuntergang über die gesamte Stadt und San Fran Bay.

Machs gut San Francisco - wir werden uns wiedersehen!

San Francisco Tag 2

Heute ist Ausschlafen gestrichen - unsere Segway Tour startet 10:30am. Das klingt nach viel Zeit, allerdings gilt es einzuberechnen, dass wir ca. 20 Minuten bis ins Stadtzentrum benötigen, weitere 20 Minuten mit dem Streetcar nach Fischermans Wharf, dem Startpunkt der Tour und ein Frühstück will auch noch eingeplant sein - der Wecker muss also um 7:30am klingeln.

Wir haben es pünktlich ohne Stress geschafft und auch in Ruhe frühstücken können. Nach einer wirklich kurzen Einweisung startet unsere Advanced Segway Tour und es geht ruckzuck die Straßen von San Francisco hinauf, Richtung Russian Hill. Hier wartet die Lombard Street darauf, dass wir selbige langsam und mit einer fantastischen Aussicht in Richtung Bay Bridge und Coit Tower hinunterfahren. Allein diese Aussicht und das Gefühl die Lombard Street langsam hinunterzufahren sind jeden Dollar der nicht so ganz günstigen Tour wert! 

Rasch ein Touristen Foto geschossen 😬 und weiter geht es die Lombardstreet hinunter und am anderen Ende hinauf auf den Coit Tower, einem der Wahrzeichen von San Francisco. (Wer mehr lesen möchte, klickt einfach auf den hinterlegten Wikipedia Link.) Vom Telegraph Hill, auf welchem der Coit Tower steht, lässt sich die Stadt und Bay Area wunderbar überblicken - Alcatraz, die Golden Gate Bridge, Downtown und die Bay Bridge bieten Porno für die Augen. 

Übrigens, für alle, die weder Segway, PKW, noch den Bus bevorzugen, habe ich einen Tipp zur Erklimmung des Telegraph Hill. Gegenüber von Pier 23, mit Blick auf den Telegraph Hill einfach der Greenwich Street folgen. Am Ende der Straße beginnt eine kleine Treppe, welche durch irre schöne Gärtchen direkt auf den Telegraph Hill führt. Es lohnt sich - versprochen!

Wir fahren hinunter, durch die Stadtteile Telegraph Hill, North Beach und wieder hinauf nach Nob Hill, nutzen dabei viele kleine Straßen mit wunderschönen, teils sehr alten Häusern, welche auch das große 1906 Erdbeben überstanden haben. Zur linken Hand liegen der Financial District und Chinatown - beide haben wir gestern bereits zu Fuß durchstreift.

San Francisco ist eine Stadt, welche  auf Hügeln erbaut wurde und so bieten diese immer wieder neue Blicke in und durch die Stadt auf die Bay Area. Wir teilen uns die Straßen mit Autos, Radfahrern und ab und an mit den Cabel Cars. Während Segway Motoren beim bergauffahren pfeifen, surren unter uns die Zugkabel der Cabel Cars. (Für technisch interessierte Leser bietet sich der hinterlegte Wikipedia Link an.)

An der Gnadenkirche vorbei drehen wir wieder in Richtung Fishermans Wharf bei, fahren die Jones Street und blicken dabei herrlich auf Alcatraz und die dahinter liegende Angel Island. Noch einmal geht es hinauf und dann - wow, die Lombard Street nochmals hinunter - richtig schön. Nach gut 2.5 Stunden endet die Tour wo sie begonnen hat 417, Beach Street - San Francisco Segway Tours - Electric Tour Company.

Den Nachmittag verbringen wir zu Fuß und per Bus, durchqueren Pacific Heights, Laurel Heights, Nopa - genießen die Sonne im Golden Gate Park. Am frühen Abend laufen wir die Haight Street entlang und entdecken Vegan Burg - hier gibt es unser heutiges Abendessen. Der 7er Bus bringt uns zurück nach Downtown zu unserem Mietwagen.

San Francisco Tag 1

Die San Francisco Bay liegt noch im Nebel und Wolken über der Stadt aber der Tag verspricht sonnig zu werden. Wir kennen die Stadt schon und nehmen uns Zeit für die Stadtviertel welche uns bei unserem letzten Besuch besonders beeindruckt oder gefallen haben. Paul und Emma waren 7 bzw. 9 Jahre als wir 2013 San Francisco das erste mal besuchten. Ihr damaliger Favorit war Chinatown. Es ist wohl die Skurrilität, in Mitten der USA das Gefühl zu haben, in Asien zu sein. Die Eigenwilligkeit der Menschen die nahezu kein Englisch sprechen, die Geschäfte und deren Waren, die Obst-, Fleisch- und Fischmärkte.

Von Chinatown nehmen wir für einen Teil der Strecke nach Fishermans Wharf den Bus. Die Pieranlagen sind nicht so mein Fall, da ich das Gefühl habe, hier eine Inszenierung vorgeführt zu bekommen. Naja, für einen Blick nach Alcatraz lohnt es sich alle mal. Mit den hübschen alten Streetcars (nicht zu verwechseln mit den Cabelcars) fahren wir von Fishermans Wharf, entlang der Pieranlagen die gesamte Marketstreet hinauf bis zur Endhaltestelle nach Castro.

Die Stadtviertel Castro, Ashbury Heights und Haight Ashbury sind fest in den Händen der LGBT Community und Alt-Hippies. Zwischen Castro und 19th Straße sowie Haight Street und Golden Gate Park spielt sich das Straßenleben ab. Hier finden sich dedicatet Cafès, Bars, Clubs und Shops. Dazwischen die wohl schönsten Häuser und fantastischen Blicke auf die Stadt. Die Neighbourhood ist tip-top gepflegt und freundlich.

Direkt an der Haltestelle Castro befindet sich der Harvey Milk Plaza. Harvey Milk war der erste offen bekennende Stadtrat von San Francisco. Seinem Kampf hat die LGBT Community in San Francisco sehr viel zu verdanken. 

Google Translation von Achievements - Harvey Milk:

Harvey Milks Aktionen für die Rechte von Schwulen führten zu einer Vielzahl von Erfolgen. Zum Beispiel war die Tatsache, dass er einen Platz im San Francisco Board of Supervisors bekommen konnte, eine großartige Leistung. Wichtiger ist jedoch, was er im Board gemacht hat. Zunächst startete er Programme, die den Arbeitnehmern und den Rechten älterer Menschen zugute kamen. Außerdem trug er dazu bei, Probleme in der Nachbarschaft wie öffentliche Verkehrsmittel, Polizeischutz, öffentliche Parks und die Verabschiedung eines Gesetzes zu lösen, das die Eigentümer dazu verpflichtete, den Müll ihres Hundes aufzuräumen. Außerdem drängte er auf mehr schwule Polizeibeamte und es gelang ihm. Was weitere wichtige Errungenschaften anbetrifft, wurde das erste Schwulenrecht in San Francisco verabschiedet. Alle Mitglieder des Vorstands, mit Ausnahme von Dan White, stimmten für die Verabschiedung dieses Gesetzes.

Stadtrat Harvey Milk und der damalige Bügermeister George Moscone wurden 1978 durch Dan White im Rathaus erschossen. Lesern meines Blogs empfehle ich den Film "MILK". In einem kompakten Portrait wird die Geschichte Harvey Milk's und die Lebensumstände von Schwulen und Lesben der damaligen Zeit dargestellt.

Wir genießen die Nachmittagsonne, schlendern durch die wunderschönen Straßen mit viktorianischen Häusern, trinken Café und lassen die Eindrücke auf uns wirken. Ich träume vor mich hin und stelle mir vor, wie es wohl wäre hier zu leben ... 💁🏻‍♂️

Für morgen stehen Segways bereit und wir sind schon sehr gespannt auf die Tour.

Humboldt County to Fort Bragg

California is calling! Wir verlassen Humboldt County und fahren den 101 weiter südlich. Nach San Francisco, dem Ziel unserer diesjährigen Tour, ist es nicht mehr weit - gerade einmal 299 Miles. Unsere heutige Etappe führt uns jedoch zunächst einmal nach Fort Bragg, einem kleinen Örtchen, gebaut im Western Stil.

Auf unserer 3-stündigen Fahrt bemerken wir immer eindeutiger, dass wir in Kalifornien sind. Die Wälder, immer noch von Redwoods dominiert, verändern sich. Es ist vor allem die Bodenvegetation die weniger dicht und üppig ist. Farne gibt es nicht mehr. Da, wo die Wälder weniger dicht sind, typische, vom Sommer vertrocknete Wiesen. Auch das Gestein der Berge verändert sich, es wirkt mehr wie Basalt. Es gibt die typischen, ebenfalls im Sommer ausgetrockneten Flüsse, deren Breite jedoch erahnen lässt, welche Wassermassen im Frühjahr in Richtung Pazifik fließen.

Wir finden einen kleinen Fluß, welcher noch reichlich klares Wasser führt. Es ist gar nicht so kühl und Paul beschließt kurzerhand, die willkommene Erfrischung zum Schwimmen zu nutzen. Nach der kleinen Pause zweigt unsere Route vom 101 ab und schlängelt sich entlang des Highway Number 1. Wir erreichen Fort Bragg am Nachmittag. Hatten wir am Vormittag wärmende Sonne und wirklich sommerliche Temperaturen, verspüren wir in Fort Bragg die frische Brise des Pazifiks. Es scheint, dass die Stürme über Hawaii kühle, pazifische Lufmassen vorantreiben und zumindest küstennah die Strömungen warmer kalifornischer Inlandsluft zurückdrängen.

Fort Bragg selbst hat keine gigantischen Sehenswürdigkeiten. Eine Umweltschande aus den frühen 50iger Jahren macht Abschnitte des heutigen Strandes zu etwas Besonderem - Glass Beach. Einst wurde städtischer Müll einfach im Meer verklappt. Den tausenden von Glasflaschen nahm sich der Pazifik an, brach das Glas und schliff es durch die unermüdlichen Wellenbewegungen zu kleinen, runden Glassteinen. Im Sonnenlicht soll der Strand fantastisch glitzern. Prüfen konnten wir das heute nicht. Mal schauen, ob morgen früh die Sonne scheint.

Patricks Point State Park

Oh wie herrlich kuschelig sind wir heute morgen in unserem süßen, kleinen Häuschen mitten im Wald wach geworden. Ich bin husch einmal kurz aus dem Bett geschlüpft, habe die Gastherme angeschmissen, um dann noch einmal zu schlummern. Ein Halbes- oder vielleicht Dreiviertelstündchen später zieht bereits der Duft frischen Kaffees durch den Raum - hmmm. 

Wir gehen es heute etwas ruhiger an. Gemütliches Frühstücken, kein Ortswechsel und dennoch wollen wir uns bewegen und etwas von der Umgebung entdecken. Gegen Mittag brechen wir zu einer kleinen Wanderung in den Patricks Point State Park auf. Der Wanderweg ist als Rundweg angelegt und führt weitgehend entlang der Steilküste. Immer wieder gibt es die Möglichkeit nach einem Abstecher an den Strand hinunter oder auf Felsen hinauf. Wir nehmen alle mit, bleiben an schönen Aussichten stehen oder sitzen. Entdecken handtellergroße Seesterne, dösende Seehunde; beobachten Vögel und träumen ein wenig.

Nach der knapp dreistündigen Wanderung entschließen wir uns auch den Abend nicht auswärts zu verbringen, holen uns ein paar Dosen Dr.Pepper, Pizza, Obst und süße Schweinereien - alles was wir für einen gemütlichen Abend im kleinen Häuschen benötigen.